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DIE CHINESISCHE SCHWERTFECHTKUNST

 

Man könnte beinahe sagen, das die Chinesische Schwertfechtkunst in westlichen Ländern erstmals durch den bekannten und prämierten chinesischen Film „Crouching Tiger, Hidden Dragon" (Regie: Ang Lee, mit Yun-Fat Chow und Michelle Yeoh) einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Bis dato war es ein "verborgener" Teilaspekt von einigen Kung Fu Stilen. Berühmt und berüchtigt für das Können und die Technik war seinerzeit in China die Wudang Schwertkunst und ihre gefürchteten Schwertkämpfer. Man sagt, das die Wundang Schwertfechtkunst "die Mutter aller Schwert- künste" in China sei.

 


CHINESISCHES VS EUROPÄISCHES FECHTEN

 

Das chinesische Schwertfechten hat kaum Berührungspunkte mit dem weit verbreiteten und bekannten westlichen Sportfechten und/oder dem europäischen Schwertfechten (z.B. Talhofer/ 2-Händer). Legendlich beim europäischen Degenfechten lassen sich gewisse Ähnlichkeiten wieder finden. Während z.B. das Sportfechten stark in der Ausführung und im Wettkampf reglementiert ist, ist bei der chinesischen Schwertfechtkunst alles erlaubt. Hier wird u. A. auch der Unterschied zwischen KampfSPORT und KampfKUNST deutlich.

Neben den signifikanten unterschieden im Training spielen beim Erlernen der chinesischen Schwertfechtkunst z.B. auch noch moralische und spirituelle Aspekte eine fundamentale Rolle. Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen wird nicht nur der Körper sondern auch der Geist des Übenden geschult. Verbunden mit der traditionellen Ethik und den Regeln der Kampfkunst entwickelt der Schüler einen verantwortungs- bewussten Umgang mit sich selbst und seiner Umgebung.

 


 

 

Wie dieses Gleichnis eines Zen Mönches zeigt, bringt nur Geduld und Kontinuität den Erfolg:

S: „ Meister, wie lange brauche ich um die Kunst zu verstehen?“

M: „3 Jahre“

S: „Und wenn ich doppelt so viel übe?“

M: „6 Jahre“

Man kann Erfolg nicht erzwingen. Es ist als wenn man einen Langen Lauf vor sich hat und diesen mit einem Sprint beginnt.